TGURD #16 Gärtnern mit Kindern

Noch mehr Baumscheiben

Im Juli bepflanzten wir bereits eine Baumscheibe vor unserem Laden. Heute, einen Monat später, nehmen wir uns mit Kindern unserer Nachbarkita „Plönzwerge“ drei weitere vor. Wir sind zu neunt – 5 Kinder und 4 Erwachsene. Blumen und Gemüsepflanzen haben wir im nahegelegenen FEZ käuflich gegen Spende erworben. Es sind Produkte aus einem Ferienprojekt, in welchem Kinder und Jugendliche verschiedene Pflanzen gesät, vereinzelt und großgezogen haben. Weitere Pflanzen und Erden erhielten wir von den Eltern der Kinder, Nachbarn und Freunden.

Arbeitshandschuhe an und los

Ich frage die Kinder erst einmal aus, was sie bereits über Pflanzen wissen. Um zu wachsen, brauchen sie Wasser und Sonne. Darin sind sich alle einig.
Wir schauen uns gemeinsam an, was wir in 3 Stunden schaffen wollen. Dabei wird mir selbst erst bewusst, dass Fünfjährige vielleicht nicht so lange motiviert sind. Ist eben doch schon eine Weile her (12 Jahre), dass meine eigenen Kinder in dem Alter waren. Man vergisst das, wie es war. Damals.
Nur nicht lange quatschen. Wir ziehen uns Gartenhandschuhe an und zupfen das Unkraut. Nach 5 Minuten tönt es schon aus einem Kindermund: „Oh, ist das anstrengend.“ und „Ist das viiiel Arbeit!“ Wir lachen und zupfen weiter bis alles Unkraut ups Beikraut entfernt ist. Ja, genau. Beim Abholen der Pflanzen im FEZ habe ich gelernt: Unkraut heißt jetzt Beikraut. Klingt auch netter.

Mit vereinten Kräften wird das Beikraut entfernt.

Next step: Pflanzerde aufschütten

Das Beikraut befindet sich nun drei Müllsäcken. Der harte Berliner Boden wird aufgelockert und nahrhafte Pflanzerde aufgeschüttet.

Gemeinsam sind wir stark.
Die Erde wird gleichmäßig verteilt.

Jede Pflanze braucht ein Loch

Die Kids halten gut durch. Ab und zu lenken sie sich ab, in dem sie gemeinsam zur Toilette „müssen“. Dann geht es weiter. Die Pflanzen werden ausgewählt und in die Baumscheiben eingepflanzt. Beim Buddeln der Pflanzlöcher entdecken die Kinder Käfer und Würmer und beobachten diese. Einige werden umgesiedelt, damit sie nicht zu Schaden kommen.

Mangold, Tomate, Amaranth, Studentenblume, Dahlie and friends.

Fegen. Gießen. Fertig.

Mit vereinten Kräften schaffen wir es, die drei Baumscheiben in weniger als 3 Stunden zu bepflanzen. Es ist fantastisch. Alle sind zufrieden mit ihrer Arbeit und glücklich endlich fertig zu sein. Das schöne Wetter lädt jetzt zum Spielen und Lümmeln ein.

Da stehen sie und sehen noch etwas schlapp aus.
Diese auch. 😉

Es war ein Fest mit den Kindern zu gärtnern.
Am späten Nachmittag konnte ich aus dem Laden beobachten, wie einige von ihnen ihren Eltern stolz ihr Werk präsentiert und ihnen die Arbeitsschritte erklärt haben. Das fand ich sehr berührend.

Update: Einige Wochen später

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